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Was hat Selbstwert mit Führung zu tun?

Stellen Sie sich vor, Sie sind eine junge Führungsperson und erstmals in einer Führungsrolle. Sie sind gut ausgebildet, voller Tatendrang und Sie freuen sich auf die neue Aufgabe. Ihre Leistungen sind hervorragend, zusammen mit Ihrem Team übertreffen Sie Ihre Ziele und Sie erhalten von Kunden Feedbacks für die hervorragende Arbeit von Ihnen und Ihrem Team.

Selbstwert und Erfolg

Für die meisten von uns, steigt mit dem Erfolg auch der Selbstwert – unser tiefes Gefühl für uns als Mensch. Erbringen wir bessere Leistungen, fühlen wir uns auch besser in unserer Haut. Das ist natürlich und auch in Ordnung. Doch was passiert, wenn die Leistung sinkt oder die Verkaufszahlen in den Keller gehen? Sind Sie oder Ihre Mitarbeitenden dann als Mensch weniger wert?

Koppeln wir unseren Selbstwert mit unserer Leistung, mit unseren Fähigkeiten oder einem Titel oder …. (Sie können die Leerzeichen selbst ausfüllen) geht unser Selbstwert auf und ab oder anders gesagt, er fährt Achterbahn auf unseren Leistungen oder unseren Schwächen und Fehlern.

Strategien, um ein geringes Selbstwertgefühl zu kompensieren

Die Strategien, die Führungspersonen mit einem an die Leistung gekoppelten Selbstwert anwenden, können je nach Zielerreichung vielfältig sein und dabei sind solche Führungspersonen auf den ersten Blick nicht immer introvertierte, stille Einzelkämpfer. Verfügen sie jedoch unter der Oberfläche um wenig Selbstwertgefühl, kann es zu einer herausfordernden Zusammenarbeit kommen.

Oberflächlich betrachtet, können solche Führungspersonen ein hohes Selbstwertgefühl ausstrahlen. Sie sind oft durchsetzungsfähig, handlungsorientiert und leistungsorientiert. Dazu können sie von Bewertungen besessen sein. Sie können auch misstrauisch sein und alle möglichen Kontrollmechanismen in ihre Führung und ihre Arbeit einbauen. Manche von ihnen werden als workaholic oder perfektionistisch bezeichnet.

Strategien, die Menschen mit geringem Selbstwertgefühl anwenden, können sein:

  • Ständige Bewertungen, auch wenn Bewertungen «positiv» daherkommen
  • Häufiges Beiziehen von früheren eigenen Arbeitserfahrungen und «genialen» Lösungen
  • Bestrebt, keine Fehler zu machen, nicht negativ aufzufallen; damit verbunden, Angst zu entscheiden
  • Streben nach Perfektion, Perfektion ist für sie der Massstab dafür «alles richtig zu machen»
  • Ständiger Fokus auf was sie nicht können und nicht auf was sie können; Selbstzweifel
  • Schwierigkeiten, Feedback oder Kritik anzunehmen oder zu tolerieren; oft reagieren sie mit Selbstrechtfertigung oder Gegenangriff; fühlen sich schnell angegriffen oder sind leicht kränkbar; schiessen womöglich mit Kanonen auf Spatzen
  • Neutrale oder positive Sichtweisen anderer werden schnell als negativ oder gegen sich gerichtet interpretiert; neutrale oder positive Deutungen zu Bemerkungen ihrer Mitmenschen fallen ihnen nicht ein
  • Hohe Kontrolle von sich und anderen Menschen; notfalls unter Einsatz von Angst oder Bedrohungen; schaffen von Unsicherheit
  • ICH steht vor WIR – viele Verweise auf «ich»; können auch andere Menschen und ihr Tun abwerten, um sich besser darzustellen oder andere Menschen belasten und Fehler abschieben
  • haben ein hohes Harmoniebedürfnis und gehen Konflikten – inneren wie äusseren – aus dem Weg; wenig Wahrnehmung und Gefühl für die eigenen Bedürfnisse
  • Eine oberflächliche Positivität, die für alle fast obligatorisch wird; man erzählt, was die Person hören will, ehrliche Gespräche und Offenheit werden weniger


Wenn es «lebensbedrohlich» ist, bei einem Fehler ertappt zu werden, muss dieser um jeden Preis versteckt werden; z.B. durch Lügen, Ausreden, Rechtfertigungen, Schuldzuweisungen an andere usw.
Ein geringes Selbstwertgefühl ist die Wurzel der meisten dieser Probleme. Es wird nicht ausreichen, alleine in die Fähigkeiten z.B. Entscheidungsfähigkeit zu investieren, wenn nicht an der Wurzel, dem geringen Selbstwert begonnen wird.

Geringes Selbstwertgefühl und Wirkung im Führungsalltag

Angenommen, die junge erfolgreiche Führungsperson erhält nach ein paar Jahren eine oder einen Vorgesetzten mit geringem Selbstwertgefühl. Diese Führungsperson führt Kontrollen, Reportings und ständiges Bewerten ein und nur sein oder ihr Vorgehen ist das richtige.

Wie wird sich das Arbeitsleben dieser jungen Führungsperson verändern? Es kann zum täglichen Albtraum werden und dazu führen, dass sie und andere Mitarbeitende ihre Motivation, ihre Freude und ihren Elan verlieren.

Hoffnung?

Gibt es Hoffnung an dieser Situation etwas zu verändern? Ich würde meinen ja. Menschen mit geringem Selbstwertgefühl sind durchaus intelligent. Wird ihnen bewusst, dass ihr sich ständiges beweisen müssen, mit geringem Selbstwert in Verbindung steht, können sie sich oft von dieser Last befreien. Sie lernen, sich zu entspannen und Fähigkeiten zu entwickeln, mit ihrem inneren Manager oder Tyrannen bewusster umzugehen, indem dieser nicht länger unkontrolliert das Steuer übernimmt.

In Situationen wie diesen vergessen wir gerne: Wer wir in unserem Wesen sind, ist nicht das, was wir tun. Jeder Mensch ist grösser als jede Art, wie er objektiviert oder beschrieben wird.

Was gewinnen Sie?

Gelingt es, Menschen darin zu unterstützen, ihren Selbstwert von Äusserlichkeiten wie Leistung, Rolle, Titel oder anderem abzukoppeln, werden Energien frei für

  • Innovation, Kreativität und Veränderung: denn wir sind nicht unsere Leistungen und Rollen (oder Herausforderungen, Entscheidungen, Urteile usw.). Die Energie, die einst in unseren destruktiven Vorstellungen von uns selbst gebunden war, kann frei werden und als kreative Ressource genutzt werden.
     
  • Lernen und erfahren: Gelingt es uns, uns weniger mit unseren Titeln, unserer Funktion oder unserer Leistung zu verbinden und diese als Massstab zu nutzen, geben wir uns mehr Raum, Erfahrungen zu sammeln oder Fehler zu machen und zu lernen. Oder anders gesagt: «Der Weg zum Lernen muss mit Fehlern übersät sein. Wenn man das akzeptiert, befreit man sich von den Fesseln der Perfektion.»
     
  • Gesündere Beziehungen – vertrauensvolle Zusammenarbeit: Streben wir eine Zusammenarbeit an, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert, bedeutet dies, dass wir unser ganz wertvolles Selbst in die Beziehung einbringen müssen und nicht nur unsere Unsicherheiten.

Quelle und zum Vertiefen: So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl von Stefanie Stahl


Jeder Mensch ist ein Wunder.

(Antoine Saint-Exupéry)

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Führung und Blinde Flecken

Nach meinen und möglicherweise auch nach Ihren Erfahrungen haben wir alle Blinde Flecken. D.h. wir sehen oft nicht das ganze Bild bzw. einiges nicht, was andere sehen oder interpretieren unser Verhalten, unsere Kommunikation anders, als es beim Gegenüber ankommt.

Was sind Blinde Flecken?

Das was wir an uns selbst nicht wahrnehmen können oder wollen, werden als blinder Fleck bezeichnet. Die beiden amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham haben dazu ein Modell entwickelt: das Johari-Fenster.
Ob es sich dabei um eine Person handelt, ein Team oder eine Organisation überall können sich blinde Flecken einschleichen. Oder anders gesagt, das Selbstbild stimmt nicht mit dem Fremdbild überein.

Auswirkungen von Blinden Flecken

Unsere blinden Flecken können zu unangemessenen Einschätzungen, Verhaltensweisen oder Entscheidungen führen. Wenn beispielsweise jemand in einer konkreten Situation nicht realisiert, dass er oder sie sich wie ein Elefant benimmt, sich jedoch wie ein entspannter und zu Spässen aufgelegter Mensch fühlt, wird er oder sie sich vielleicht wundern, dass das Gegenüber anders reagiert als erwartet.

Blinde Flecken im Führungsalltag – Beispiele

Führungspersonen sehen sich als Teil des Teams

Gerade Führungspersonen, welche vor Übernahme der Führungsrolle Teil eines Teams waren, können sich schwertun, nicht mehr Teil des Teams zu sein. Sie suchen weiterhin die Nähe des Teams und füllen damit ihre neue Rolle nicht aus. Für das Team gibt es Irritationen, weil sie wissen, dass er oder sie nun der neue Chef bzw. die neue Chefin ist. Sie diese Person jedoch nicht in dieser Rolle wahrnehmen können.
Teammitglieder können darauf unterschiedlich reagieren: mit Unverständnis, Kritik an der Führungsperson, sich abwenden vom ehemaligen Kollegen, selbst Führung übernehmen und damit das Vakuum ausfüllen usw.

Führungspersonen verstehen nicht, warum die Mitarbeitenden nicht mitmachen

Führungspersonen sind gefordert, immer einen Schritt voraus zu sein und die Ziele oder das Big Picture im Auge zu behalten. Ist der Fokus nur nach vorne gerichtet, geht leicht vergessen, die Mitarbeitenden mitzunehmen und immer wieder zu prüfen und zu verstehen, wo sie zurzeit stehen und was sie für den nächsten Schritt brauchen. Führungspersonen können so leicht nicht nur einen Schritt voraus sein, sondern mehrere. Der Anschluss wird so von beiden Seiten verpasst. Aussagen von Führungspersonen können in solchen Momenten sein: «ich tue ja alles, aber es kommt nichts zurück…»

Führungsperson weiss schon alles

Eine Führungsperson, welche mit der Einstellung «ich weiss das schon» unterwegs ist, kann andere Menschen abschrecken. Diese Person meint es nicht per se böse oder abwertend. Mitarbeitende oder Kollegen können jedoch schnell den Eindruck gewinnen, dass diese Person, an der Sicht anderer nicht interessiert ist oder sich gar über diese stellt. Groll und Ärger entwickeln sich und irgendwann hören auch die Mitarbeitenden oder die Kollegen nicht mehr genau hin und weitere Missverständnisse sind vorprogrammiert. Die Führungsperson landet dann bei ihren Kollegen oder Mitarbeitenden in der Schublade «arrogant», «überheblich» oder «allwissend». Eine offene Kommunikation wird schwierig und die Missverständnisse und Ärgernisse häufen sich.

Blinde Flecken haben eins gemeinsam: unreflektiert ist man ihnen ausgeliefert!


Was tun?

Blinde Flecken sind für Führungspersonen, Teams wie auch Organisationen Lernchancen. Ist man gewillt, das eigene Verhalten, die eigene Kommunikation selbst zu reflektieren oder sich dem Feedback anderer (Mitarbeitenden – Kollegen – Kunden – usw.) zu stellen, bieten sie ein grosses Potential persönlich und gemeinsam zu wachsen.

Selbstreflexion

Für das Erforschen der eigenen «Blinden Flecken» helfen Reflexionsfragen, wie die folgenden:

  • Welche Werte sind mir wichtig und wie lebe ich diese? Wie lebe ich sie, wenn ich im Stress bin? Und was davon kommt bei den Mitarbeitenden oder anderen Menschen an?
  • Was liegt mir bei meiner beruflichen Tätigkeit nicht oder mit was tue ich mich schwer, muss ich mich übermässig anstrengen, mache ich vielleicht sogar Fehler oder schiebe es hinaus?
  • Was oder wem gehe ich aus dem Weg (Personen, Konflikte, Tätigkeiten, Situationen usw.)?
  • Wie kann man mich provozieren oder zumindest dazu verleiten, dass ich mich aufgewühlt fühlen?
  • Welche Verhaltensweisen anderer sind für mich schwierig oder ich kann gar nicht damit umgehen? Was tue ich in solchen Situationen?
  • Welche persönlichen Schwächen versuche ich geheim zu halten? Und wie verhalte ich mich, wenn ich mich doch gegenüber anderen Personen in diesem Thema zeigen sollte?
  • Was wurde mir dazu von anderen Menschen schon zurückgemeldet?
  • (Beispiel: als Führungsperson nicht gerne vor Leuten sprechen; Verhalten: leise und schnell sprechen oder stottern; Rückmeldung: lauter sprechen, Sätze fertigmachen, zittern beim Reden etc.)

Feedback

Hilfreich für die persönliche Weiterentwicklung kann auch sein, Feedback bei anderen einzuholen. D.h. um mehr über sich selbst zu erfahren und zu lernen, können andere Menschen, das Team oder die Umwelt wertvolle Hilfe leisten.

Beobachten und Fragen

In der Regel spiegelt sich unser Verhalten oder unsere Kommunikation im Gegenüber, im Team oder im Umfeld. Zum einen können wir dies wahrnehmen und zum anderen aktiv erfragen. Dies gibt Informationen und Möglichkeiten, das eigene Verhalten zu überprüfen und bewusst zu entscheiden, was verändert werden soll und wie es verändert werden kann.

Hilfreich ist die Selbstreflexion und das Einholen von Feedback auch, um sich über die eigenen Schwächen, eingeschränkten Blickwinkel, Empfindlichkeiten im Klaren zu sein, darauf weniger emotional zu reagieren und selbstgestärkter unterwegs zu sein.


Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinzipien.

(Oscar Wilde)

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Tragfähige Beziehungen im Geschäftsalltag

Luxus oder Notwendigkeit?

Eigentlich war es ein gutes Gespräch, man hat sich gefunden und einen Abschluss erzielt. Doch irgendwie will nicht wirklich Freude aufkommen. Da war doch noch was… nur was? Und das ungute Gefühl bestätigt sich bald: die Abmachungen werden vom Gesprächspartner nicht eingehalten, die Arbeiten verzögern sich… Eine ärgerliche Situation.

Wie damit umgehen?

Führen wir ein Gespräch, lohnt es sich nicht nur auf die Worte zu hören, sondern alle Signale (verbale, nonverbale) zu beobachten, wahr- und ernst zu nehmen. D.h. alles was mein Gegenüber mir mit seiner Ganzheit als Person zurückspiegelt, ist eine Reaktion auf meine Botschaft. Ist dieses Feedback verbal und nonverbal übereinstimmend, sind wir auf dem Weg für einen offenen inhaltlichen Austausch. Ist dem jedoch nicht so und die verbale Aussage stimmt nicht mit der nonverbalen Aussage überein, sendet das Gegenüber Doppelsignale und wir stossen auf aktiven oder passiven Widerstand. Im Gespräch kommen wir nicht oder nur stockend weiter. Wischen wir diese Signale unter den Tisch, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Abmachungen nicht eingehalten, Zusagen nicht eingelöst werden. Auch wenn das Gegenüber verbal JA sagt, sagen die Kommunikationssignale NEIN oder JA, ABER…

Doppelsignale und wie sie sich zeigen können

Vielleicht kommen Antworten nur sehr zögerlich, sehr leise oder die Person schaut beim Reden in eine andere Richtung und ist nicht bezogen. Oder das Gegenüber spricht mit schriller, gepresster oder lauter Stimme, redet über Dritte, die Vergangenheit bzw. Zukunft, mit unvollständigen Sätzen oder Versprechern, die keinen Sinn machen. Oder es kommen Aussagen wie „wenn du meinst, dann machen wir das halt…“, „wenn du das willst…“ usw. All das können Doppelsignale und ein inkongruentes Feedback sein.

Was tun als Führungsperson?

Als Führungsperson können Sie jederzeit aufgrund Ihres funktionalen Rangs ein Resultat einfordern oder erzwingen. Was Ihnen mit diesem Vorgehen vom Gegenüber verweigert wird, ist die Kooperation. Manchmal mag ein solches Vorgehen unvermeidlich sein, trotzdem lohnt es sich tragfähige Lösungen zu finden. Gelingt es Ihnen inkongruentes Feedback im Moment zu erkennen und aufzugreifen, können Sie sich viele frustrierende Erfahrungen ersparen.

Wie geht das?

Das Gespräch verlangsamen und das Gegenüber einladen, den Teil auszudrücken, der auch noch mitschwingt. Beispielsweise so: „Ich höre, dass Sie Ja sagen zu meinem Vorschlag. Im Moment nehme ich Ihnen das noch nicht ganz ab. Es scheint, dass auch noch ein Teil von Ihnen nein sagt und ich bitte Sie, ein paar Worte dazu zu sagen.“

Nur die anderen?

Doppelsignale senden nicht nur die anderen sondern auch wir. Um den eigenen Doppelsignalen auf die Spur zu kommen, hilft regelmässige Reflexion von Gesprächen und einen Blick bzw. ein Ohr von aussen.

Tragfähige Beziehungen bedingen echte und ehrliche Kommunikation.

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Vertrauen und Führung

Vertrauen ist die Basis für jede Form der Zusammenarbeit und Kooperation. So simple dies tönt, so schwierig ist es oft, dieses Vertrauen in die Zusammenarbeit und in Beziehungen einzubringen.

Gründe, dass im Kontext von Führung und Zusammenarbeit Vertrauen fehlt, gibt es viele. Dieser Mangel an Vertrauen kann von Führungspersonen und Mitarbeitenden genau so wahrgenommen werden, wie von Kunden und Lieferanten. Will ein Team-Leader mit seinem Team erfolgreich sein oder ein Geschäftsführer mit dem Unternehmen, die Grundlage für diese Reise ist immer Vertrauen.

Was ist Vertrauen für Sie?

Vertrauen ist ein grosses Wort und oft ganz schwierig zu beschreiben. Haben Sie sich schon einmal Gedanken dazu gemacht?

  • Was ist für Sie Vertrauen?
  • Welche Erwartungen haben Sie an eine vertrauensvolle (Arbeits-) Beziehung?
  • Wie kann man Ihr Vertrauen gewinnen? Und wie verlieren?
  • Wie bauen Sie Vertrauen in andere auf?
  • Was sind die Auswirkungen von geringem oder verlorenem Vertrauen für Sie?
  • Wie wirkt es sich aus, wenn Sie grosses Vertrauen in sich oder andere haben?
  • Gibt es bei Ihnen ein Vertrauenskonto und wenn ja, wie kann man darauf einzahlen?

Gelingt es uns zu vertrauen, wird vieles möglich

Vertrauen ist etwas, was von Mensch zu Mensch geschieht. Gelingt es uns, zu vertrauen und dieses auch in die Zusammenarbeit einzubringen, beispielsweise, in dem wir jemandem etwas zutrauen, schaffen wir unmittelbar eine andere Energie in einer Beziehung. Argumentieren wir nur über Zahlen und Fakten und versuchen wir so, eine Zusammenarbeit steuern zu wollen, wird es anstrengend und harzig für alle Beteiligten.

Fehlt das Vertrauen, fehlt häufig auch der Erfolg in einem Team oder in einem Unternehmen. Wahrnehmbar wird fehlendes Vertrauen an verschiedenen äusseren Vorkommnissen beispielsweise werden Entscheide immer wieder in Frage gestellt oder erst gar nicht akzeptiert; jeder arbeitet für sich und Absprachen kommen kaum zu stande, dadurch werden Arbeitsprozesse verlangsamt und in Abläufen häufen sich Fehler und Unstimmigkeiten. Kontrollen, Regelwerke und ein hoher Anteil an Bürokratie können weitere Anzeichen dafür sein, dass das mangelnde Vertrauen kompensiert wird.

Früher galt der Satz «Wer fragt, führt.» als Standardausrüstung für viele Situationen. In Anlehnung daran, könnte man heute sagen «Vertrauen führt». Nur welche Art Führung, führt zu Vertrauen?

Welche Führung führt zu Vertrauen?

Es gibt wohl nicht die Antwort und der Ansatz, welcher zu Vertrauen führt. Reinhard K. Sprenger sagte einmal: «Vertrauen schafft nur, wer sich traut, das heisst wer sich verwundbar macht. Aber wirklich ins Risiko geht nur, wer sich innerlich sicher fühlt.»

Es braucht innere Gelassenheit und Ich-Stärke, um nicht immer wieder in den Modus des Kontrollierens zu kommen. Und es braucht vielleicht auch Mut, sich auf Beziehungen zu Mitmenschen einzulassen, um Vertrauen zu schenken.

Was Sie als Führungsperson tun können:

Nebst der eigenen Entwicklung zu mehr innerer Gelassenheit und Ich-Stärke geht es darum, dass Sie den Ball aufnehmen und den Anfang machen.

  • Werden Sie zum Vorbild: Beginnen Sie als Führungsperson, Ihren Mitarbeitenden Vertrauen zu schenken. Als Führungsperson sind Sie in der höheren und machtvolleren Position.
  • Nutzen Sie Chancen im Alltag, mit Ihren Mitarbeitenden auch von Mensch zu Mensch im informellen Rahmen zu sprechen und nicht nur an Sitzungen und in Führungsgesprächen.  
  • Entwickeln Sie eine Meetingkultur und eine Teamkultur, in welcher sich Mitarbeitende angstfrei äussern können.
  • Sprechen Sie über Ihre Werte und was Ihnen in der Zusammenarbeit wichtig ist; handeln Sie danach.
  • Bleiben Sie fair auch Sie machen manchmal Fehler. Stehen Sie dazu und vertuschen sie nichts. Verzichten Sie auf Floskeln oder aufs sich Herausreden.
  • Hören Sie aufmerksam zu und nehmen Sie sich auch Zeit dafür.
  • Nehmen Sie den Widerstand Ihrer Mitarbeitenden ernst. Er könnte wichtige Informationen enthalten.
  • Verzichten Sie auf ständiges Kontrollieren Ihrer Mitarbeitenden. Sie können anders präsent sein.
  • Versuchen Sie in jeder Situation gerecht zu bleiben und Menschen fair und mit Respekt zu behandeln.

Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit, der Ball liegt bei Ihnen!

Vertrauen gibt es weder auf Abwarten noch auf Knopfdruck. Vertrauen beruht immer auf Gegenseitigkeit. Beginnen Sie und es fliesst zu Ihnen zurück!


Vertrauen schafft nur, wer sich verwundbar macht.

(Reinhard K. Sprenger)

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Welche Melodie will durch Sie in die Welt kommen?

Innehalten – Standort bestimmen – träumen – neu orientieren

Eingebunden in unseren Alltag haben viele von uns aufgehört, sich die Frage zu stellen, ob das was wir gerade tun oder ob gar unser Leben so verläuft, wie wir uns das vorgestellt oder erträumt haben. Irgendwann haben wir einen Berufs- und Lebensweg eingeschlagen und leben oder laufen und laufen und laufen wie der Hamster im Rad, ohne irgendwo anzukommen. Ein Leben im Hamsterrad – wollten wir das wirklich?

Dazu eine kleine Geschichte:
Ein Mann geht im Wald spazieren. Nach einer Weile sieht er einen Holzfäller, der hastig und sehr angestrengt dabei ist, einen auf dem Boden liegenden Baumstamm zu zerteilen. Er stöhnt und schwitzt und scheint viel Mühe mit seiner Arbeit zu haben. Der Spaziergänger geht etwas näher heran, um zu sehen warum die Arbeit so schwer ist. Schnell erkennt er den Grund und sagt zu dem Holzfäller: „Guten Tag, ich sehe, dass Sie sich Ihre Arbeit unnötig schwermachen. Ihre Säge ist ja ganz stumpf, warum schärfen Sie sie denn nicht?“ Der Holzfäller schaut nicht einmal hoch, sondern zischt durch die Zähne: „Dazu habe ich keine Zeit, ich muss doch sägen!“.
 

Sind wir nicht alle manchmal der Holzfäller?

So wie in dieser kurzen Geschichte läuft wohl bei einigen von uns das Leben oder das Arbeiten ab. Wie oft halten wir inne und fragen uns, ob dieser Weg eigentlich der Richtige ist, ob unsere Säge noch scharf ist und wir dabei Freude und Lebenslust erfahren? Im Sinne des Holzfällers gedacht: Der Waldarbeiter müsste wahrscheinlich nur halb so viel Kraft und Zeit in seine Arbeit investieren, wenn er den Rat des Spaziergängers beachtet und sein Werkzeug geschärft hätte, um mit Freude und mit mehr Leichtigkeit seine Arbeit zu tun.

Doch wie damit umgehen, wenn man realisiert, dass das was gerade ist, nicht alles ist, was man sich gewünscht oder erträumt hat. Oder dass am Ende der Ferien, der Stress so gross wird, dass sich der Hautausschlag wieder meldet, wenn man an die Arbeit am Montag denkt; oder dass man sich am Montag schon das Wochenende herbeiwünscht, weil einem der Job langweilt und man dann endlich tun kann, wozu man Lust hat. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Möglicherweise gehören Sie auch zu denjenigen, die das Hamsterrad von innen kennen.

Zweifel – nervig wie Brotbrösmeli im Bett 

Es gibt Zeiten in unserem Leben, wo es ausreicht, einen Job zu haben.
Trotzdem – früher oder später erreichen viele von uns einen Punkt, wo einige Fragen so hartnäckig pieken wie Brotbrösmeli im Bett. Die Lust auf den Alltag im Hamsterrad schwindet. Zwar kann man noch einige Zeit die Augen verschliessen und ignorieren, um Zeit zu schinden. In der Regel wird die Situation dadurch nicht besser. Die kleinen Plagegeister bleiben und damit auch Fragen wie «Ist es das jetzt?» oder «Was will ich eigentlich wirklich?». Wagt man sich in solch einem Moment, doch etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken, sind die zweifelnden Gedanken «ich kann doch nicht alles hinschmeissen», «ich muss doch Geld verdienen», «da hängt viel zu viel dran…» nicht weit.

Träume

Erinnern Sie sich noch daran, wovon Sie geträumt haben? Wie sah Ihr Entwurf für Ihr Leben, Ihr Arbeitsleben aus? Träumten Sie vom Hamsterrad? Träumten Sie von einem gut bezahlten Job? Träumten Sie von einer Karriereleiter oder träumten Sie davon, leichten Herzens durch die Welt zu tanzen? Welches sind Ihre Träume?

Entwickeln Sie wieder Mut und nehmen Sie sich Zeit zum Träumen. Träume können eine Türe für den Ausstieg aus dem Hamsterrad sein und Sie auf den Weg zu Ihrer Berufung, zu einem erfüllten Leben bringen. Der Weg in eine wirkliche Berufung finden und gehen, verlangt vertiefte Reflexion und innere Arbeit, wie auch Mut und Engagement. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den eigenen Kompetenzen, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen wie auch mit den tiefsten Leidenschaften, den eigenen Werten, der Motivation, den Visionen, Ideen und den Träumen. All das kann uns helfen, uns unserer grundlegenden Kräfte, die sich wieder und wieder in unserem Leben zeigen, bewusst zu werden, sich mutig den pieksenden Fragen zu stellen und der eigenen Vision leichten Herzens zu folgen.

Persönliche Melodie oder geschärfte Säge 

Ein erfüllender Beruf und ein erfüllendes Leben verbinden diese Kräfte – und Sie bringen damit Ihre ganz persönliche Melodie in die Welt und fühlen sich, als würden Sie getragen von etwas das grösser ist, als ein Jobprofil, ein Neujahrsvorsatz oder ein Aktionsplan es je sein können. Sie bringen Sinn und Orientierung ins Tun, ins Leben, in die Zusammenarbeit, ins Zusammenleben und vieles geht leichter und flüssiger von der Hand, weil Sie Ihre «Säge geschärft», Ihre Vision geklärt haben und bewusst auf dem Pfad Ihrer Grundrichtung gehen.

Ein erster Schritt – die Angst überwinden

Niemals den aktuellen Zustand unreflektiert akzeptieren. Mit aktuellem Zustand meine ich, das was unser Leben und Alltag (Beruf, Arbeitsplatz, Funktion, Privatleben, Gesundheit, Stresspegel usw.) ausmacht – ausser man ist gerade frisch verliebt oder sonst in einem wunderbaren beflügelnden emotionalen Zustand. Dann heisst es einfach: geniessen.

Sofern es nicht dringender Handlungsbedarf gibt oder wir zum Handeln herausgefordert werden, akzeptieren wir häufig diesen aktuellen Zustand. Anders gesagt, wir bleiben in der Komfort-Zone solange uns nicht die Decke auf den Kopf fällt oder wir nicht ernsthaft krank werden.


Ein erster Schritt kann sein, sich trauen, einen Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen. Oder wie die Amerikaner wohl sagen würden: «Get out of the box!» Ist das was heute Ihr aktueller Zustand ausmacht, dass was Sie erfüllt und Sie bedingungslos glücklich macht und Sie für den Rest Ihres Berufslebens oder Lebens voll und ganz begeistert und mit viel Freude und Leidenschaft erfüllt? Wenn ja, freuen Sie sich darüber, dass Sie Ihr Leben bewusst und ganz im Sinn Ihrer Grundrichtung leben dürfen. Wenn nein, lohnt es sich möglicherweise, etwas zu ändern. Wenn Sie erkennen, dass in Ihrem Leben Dinge nicht so laufen, wie Sie sich das vorstellen und wie sie Sie glücklich machen, ändern Sie etwas. Erinnern Sie sich an Ihre Träume, halten Sie nach Alternativen Ausschau, wechseln Sie wenn nötig die Richtung, schärfen Sie Ihre Säge und beginnen Sie den Rest Ihres Lebens zur besten Zeit Ihres Lebens zu machen.

Jeder grossartige Traum beginnt mit einem Träumer. Erinnere Dich immer daran, dass Du in Dir die Stärke, die Geduld und die Leidenschaft hast, die Sterne zu erreichen, um die Welt zu verändern.

(Harriet Tubman)
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Selbstfürsorge – mehr als ein Wellness-Wochenende

Die aktuelle Zeit verlangt von uns einiges, bedarf der gegenseitigen Unterstützung und Kooperation. Warum es gerade besonders wichtig ist, auch uns selbst zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass wir gelassener und entspannter durch intensive Zeiten gehen können.

An was denken Sie, wenn Sie «Selbstfürsorge» oder «Self Care» hören? Was bedeutet es für Sie?  Haben Sie einen Bezug dazu? Oder noch persönlicher gefragt: Leben Sie Selbstfürsorge?

Viele denken bei Selbstfürsorge gerne an eine entspannte Runde Joggen, einen gemütlichen Abend in der Bar mit Freunden oder ein Wellness-Wochenende mit allem Drum und Dran? All das ist wunderbar und tut gut. Nur – es ist ein kleiner Teil der Selbstfürsorge. Selbstfürsorge ist viel mehr.

Fürsorge ist ein Gefühl, das viele von uns gut kennen. Wir sorgen dafür, dass es unseren Mitmenschen gut geht aus Liebe, Mitgefühl oder Sympathie. Selbstfürsorge ist vergleichbar mit dem was Sie, sofern Sie schon einmal geflogen sind, im Flugzeug hören können und was im Fall eines Druckabfalls in der Kabine zu tun ist. Die Flugbegleiter*innen erklären, dass man zuerst die Sauerstoffmaske sich selbst anlegen soll und erst danach den Personen hilft, die Hilfe benötigen. Diese Art von gesundem Egoismus können wir auf unser tägliches Leben anwenden. Wie wollen wir andere unterstützen und anderen helfen, wenn wir selbst keine Luft mehr bekommen oder uns ob all der Pflichten, Sorgen und Ängsten die Luft abgeschnürt wird, weil wir zu wenig für uns selbst sorgen?

Für sich selbst zu sorgen, ist eine Haltung und eine Einstellung uns selbst gegenüber und meint, Sorge zu tragen für das eigene körperliche und psychische Wohlbefinden. Die eigenen Bedürfnisse und Gefühle wahr- und ernst zu nehmen, sich damit auseinander zu setzen und sich dafür einzusetzen. Tun wir dies nicht, mag es für viele eine Weile gut gehen, bis irgendwann die Kraft nachlässt, die Reserven aufgebraucht und die Betroffenen ständig genervt und unausgeglichen sind oder gar ausbrennen.

Ich bin überzeugt, dass wir dies alles irgendwie wissen. Viele von uns haben jedoch starke innere Antreiber, Kritiker oder innere Manager:innen, die auf uns einwirken und die Selbstfürsorge sabotieren. Oder wir lassen uns von unseren Bedürfnissen durch Suchttendenzen ablenken.

Die fünf Ebenen der Selbstfürsorge nach Louise Reddemann

Nach Luise Reddemann (deutsche Psychoanalytikerin) gibt es fünf Ebenen der Selbstfürsorge, auf denen – bei jedem/r in unterschiedlicher Gewichtung – Symptome auftreten und wir Selbstfürsorge übernehmen können.

  1. Körperliche Ebene – sich Zeit nehmen für die Gesundheit z.B. sich bewegen ohne sich zu schinden, medizinische Vorsorge, ausgewogene Ernährung, auf den Körper achten und Signale wahrnehmen, ausruhen, entspannen usw.
    Wer gut mit seinem Körper umgeht, erkennt frühzeitig seine Bedürfnisse.
     
  2. Emotionale Ebene – sich mit den eigenen positiven und negativen Gefühlen zu beschäftigen, sie wahrzunehmen und darüber zu sprechen und sie auch zu leben. Dazu gehören Spass haben, Lebensfreude, geniessen können, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sich den eigenen Ängsten und Sorgen zu stellen.
    Menschen, die Selbstfürsorge aktiv leben, fühlen sich selbst, anstatt Gefühle zu unterdrücken oder zu ersticken.
     
  3. Intellektuelle Ebene – sich mit sich selbst auseinandersetzen, über sich und sein Leben nachdenken, sich mit den eigenen Gedanken, Meinungen, Haltungen auseinandersetzen, Glaubenssätze überprüfen.
    Selbstfürsorge bedeutet, sich Zeit für die ganz persönliche Entwicklung zu nehmen. Wer regelmässig reflektiert, sich mit seinen Glaubenssätzen, Antreibern, inneren Kritikern auseinandersetzt und sich mit seinen Wünschen und Träumen beschäftigt, fördert sein persönliches Wachstum.
     
  4. Soziale Ebene – hier geht es um die Menschen, mit denen wir uns umgeben, die man liebt, die Freizeit teilt oder mit denen man zusammenarbeitet. Dazu gehören auch Kontakte zu pflegen, Konflikte anzusprechen, Grenzen zu kommunizieren, loszulassen.
    Wer gut für sich selbst sorgt, achtet darauf mit welchen Menschen er oder sie sich umgibt. Er oder sie ist sich klar, welche Begegnungen stärken, schwächen oder Energie stehlen und wo er oder sie ohne Angst sich in seiner Persönlichkeit zeigen kann.
     
  5. Spirituelle Ebene – die eigenen Werte und Überzeugungen für sich klar zu sehen, und danach zu leben, das Glas halb voll sehen können, statt halbleer, Dankbarkeit zu empfinden für das was das Leben bereit hält. Offen für neue Inspirationen sein, Hoffnung und Vertrauen pflegen.

Luise Reddemann betont immer wieder, dass Selbstfürsorge intensive Arbeit ist – nichts, was sich im Vorbeigehen und ohne die notwenige Achtsamkeit erarbeiten lässt. Selbstfürsorge ist auch kein einmaliges Ereignis, etwas, das mit einem Wellnesstag erledigt ist.

Die Sorge um uns selbst ist ein längerer und kontinuierlicher Prozess. Ein Prozess, der uns als Menschen immer wieder aufs Neue fordert und fördert und uns in unserem ganz persönlichen Wachstum weiterbringt.

Was tun Sie für Ihre Selbstfürsorge? Ein nächster, bewusster Schritt lohnt sich!


Eine einfühlsame Haltung ist nicht immer einfach da, sondern entsteht immer wieder, wenn wir gut für uns sorgen und uns selbst nähren.

(Marshall B. Rosenberg)

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Akasha Chronik und Akasha Feld

Übermittlung aus meiner Akasha Chronik und dem Akasha Feld im Februar 2022

Was ist die Akasha Chronik, was ist das Akasha Feld?

Alles ist Energie – lichtvolle Energie, so auch die Akasha Chronik und das Akasha Feld.

Aus der Perspektive eines Menschen kann man sagen, dass es für alle eine individuelle Akasha Chronik gibt, die gleichzeitig Teil des grossen Akasha Feldes ist. Das gilt auch für eine Gruppe, ein Volk, einen Planeten wie die Erde.

In der Akasha Chronik, diesem lichtvollen Energiefeld, sind Erfahrungsenergien / Informationen enthalten, die diese Seele seit Anbeginn der Zeit «gesammelt» hat. Jede Erfahrung, jedes Verhalten, das ein Mensch in seinem aktuellen wie auch in seinen früheren Leben gemacht und gezeigt hat, hinterlässt in der Akasha Chronik einen Energieabdruck.

Unser Verhalten und unsere Erfahrungen sind immer Ausdruck einer energetischen Schwingung. Die einen Verhaltensweisen und Erfahrungen schwingen hoch andere tief. Tief oder negativ schwingende Verhaltensweisen und Erfahrungen hinterlassen in der Akasha Chronik einen Energieabdruck in Form von verdichteten Energien. Man könnte auch von Licht-vollen und Schatten-vollen Erfahrungen und Verhaltensweisen sprechen, die in euren Akasha Chroniken Energieabdrücke hinterlassen.

Aus unserer Sicht betrachten wir alle Energien (Licht oder Schatten) neutral. Wir urteilen nicht. Der Mensch selbst, «urteilt» über seine Erfahrungen und Verhaltensweisen. Wobei aus unserer Sicht das Wort «urteilen» nicht richtig ist, den auf der Ebene der Akasha Chronik und des Akasha Feldes gibt es kein Urteilen.

Jeder Mensch plant zusammen mit seinem geistigen Team, die Inkarnation und die «Lernaufgaben» oder Erfahrungen, die er oder sie angehen will bzw. anstrebt.

Einmal inkarniert, gibt es im Leben immer wieder Erfahrungen, die «triggern», negative Muster, Glaubenssätze, Ängste, Mangelerfahrungen, die den Menschen hindern, aufzublühen, glücklich und zufrieden zu sein.

Hinter all dem, verstecken sich Hinweise / Fingerzeige der Akasha Chronik, dass da etwas zu lernen, erkennen, lösen und heilen ist.

Die Akasha Chronik und das Akasha Feld stellen die Informationen zur Verfügung, die es für das Erkennen, Lösen und Heilen dieser Erfahrungsenergien gerade braucht. Die Informationen erfolgen so, dass sie für die jeweilige Person «verdaubar» sind.

Deine Seele und dein Geistiges Team wachen über diesen Prozess.

Dies geschieht alles mit der Absicht, dass du dich wieder an die Göttlichkeit in dir selbst erinnerst. Dass du bereit bist, deine wahre Grösse (mit allen Talenten und Fähigkeiten) anzunehmen und diese für ein glückliches, zufriedenes Leben in Leichtigkeit und Fülle in dein Leben und die Welt zu bringen.

Du bist nicht ein Tropfen im Ozean, sondern der Ozean in einem Tropfen.

(Rumi)
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Akasha-Wissen

Was ist ein Akasha Connecting® ?

Übermittlung aus meiner Akasha Chronik und dem Akasha Feld im Februar 2022

«Lieber Erdenmensch, wenn du dich zu einem Akasha Connecting® entschliesst, ist dies immer noch ein ganz besonderer Moment. Ein Moment, in dem du mit uns (deinem Geistigen Team) und deiner Seele ganz bewusst in Verbindung trittst.

Der Moment der Verbindung mit deiner Akasha Chronik und dem Akasha Feld ist wie ein heiliger Moment und kann für dich energetisch als sehr harmonisierend erfahren werden.

Es ist der Zugang zu einer übergeordneten, ganzheitlichen Betrachtungsweise einer Fragestellung oder einer Situation ohne Wertung und ohne, dass dein Verstand und dein Ego die Antworten bereits vorwegnehmen. Wir unterstützen dich auf deinem Weg, indem wir sichtbar machen, was du im Moment noch nicht wahrnehmen kannst.

Wir fühlen uns immer dem Lichtvollen, Göttlichen in dir und deinem Heilsein verpflichtet. Wir dienen dir und dem grossen Ganzen.

Während eines Akasha Connecting® fliessen der Übersetzerin (Gertrud) energetische Informationen zu, die sie für dich in die irdische Sprache übersetzt.

Dabei kann es sich um Informationen aus diesem Leben oder aus früheren Inkarnationen handeln. Wahrscheinlich wirst du dich nicht an deine früheren Inkarnationen und deine Erfahrungen bewusst erinnern. Dein Unterbewusstsein wird sich in der Regel durch ein Gefühl, ein inneres Wissen oder eine andere Wahrnehmung erinnern.

Sei dir gewiss, aus diesem heiligen Raum deiner Akasha Chronik und des Akasha Feldes kommen keine Be- oder Verurteilungen. Es ist so wie es ist und war. Alles was sich zeigt, ist da, um dir zu dienen. Dafür setzen wir uns ein.

Während eines Akasha Connecting® übermitteln wir dir Informationen, wie du Erfahrungsenergien lösen kannst und stellen dir Anleitungen für dich selbst zur Verfügung, die du zu deiner Selbstheilung oder zur Lösung eines geschäftlichen oder persönlichen Themas anwenden kannst. Uns ist es wichtig, dass immer du selbst entscheidest, ob du dies anwenden und umsetzen willst oder nicht. Wir stehen dir zur Verfügung, entscheiden jedoch nicht über dein Leben.»

Das Akasha-Coaching

Ein Akasha-Coaching ist eine der hilfreichsten Möglichkeiten, Heilung, Entwicklung und Wachstum in Ihr Leben zu bringen. Es ermöglicht Ihnen, die Grundursachen Ihrer aktuellen Probleme aus einer grösseren und ganzheitlicheren Perspektive zu betrachten und anzugehen.

Die Botschaften, die Ihnen ein Akasha Connecting® bringt, sind ermächtigend, stärkend und heilend.

Ein Akasha Connecting® ist kraftvoll und effektiv und hilft, den Weg in die Zukunft zu ebnen, diesen leichter und mit Freude zu gehen.

Was ein Akasha Connecting® nie ist:

Beachte, dass ein Akasha Connecting® nie ein Zukunftsorakel oder eine Weissagung ist. Auch ersetzt es keinen Arzt oder Therapeuten. Es dient nie dazu eine Diagnose zu stellen oder eine Garantie der Heilung abzugeben.


Deine Aufgabe ist es nicht, nach Liebe zu suchen, sondern nur alle Barrieren in dir zu suchen und zu finden, die du dagegen aufgebaut hast.

(Rumi)

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Krankheit – ein Weckruf?

Was wäre, wenn Krankheit ein Kommunikationssignal wäre…

Die Zeit zwischen den Jahren diente mir zum Lesen und Nachlesen von aufgehobenen Artikeln, Newsletter, Büchern. Ein Thema, das mir dabei immer wieder begegnete, waren die Gesundheits- bzw. Krankheitskosten der Schweiz. Nach Statistik sind wir jetzt pro Jahr bei über 84 Milliarden Franken mit steigender Tendenz.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Diese Zahlen sind die eine Seite der Medaille, die betroffenen Menschen die andere. Menschen, die Schmerzen, Ängste, Not, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Hoffnung, Genesung erfahren. Und ich frage mich – auch weil die Zahl meiner Kundinnen und Kunden mit körperlichen oder psychischen Beschwerden zunimmt – was wir tun können, um mehr Wert auf eine gesunde Lebensweise zu legen. Würden wir über Gesundheit genauso viel reden wie über Krankheiten, böte sich möglicherweise ein anderes Bild. Aus der Psychologie und aus Change-Prozessen kennen wir den Satz: «Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.» Ähnlich hat es bereits Marc Aurel festgestellt, dass auf die Dauer «die Seele die Farbe der Gedanken annimmt».

Freude und Wohlbefinden

In einem Coaching versuche ich zum einen, mit Menschen vermehrt über Freude, Gesundheit und Wohlbefinden zu sprechen und das Augenmerk nicht nur auf die Krankheit zu legen. Das kann beispielsweise sein: «Welche Dinge sind gut für Ihren Körper und Ihre Seele?» Zum anderen hilft, das achtsame Entfalten des Symptoms zu verstehen, was die dahinterliegende Botschaft sein kann. Krankheit oder Krankheits-Symptome können uns helfen, tieferliegende und lebenswerte Impulse zu erkennen und unseren Weg neu auszurichten und dadurch wieder frei, energievoll und heil zu werden – voll Lebenslust, Begeisterung, Neugier, Vertrauen und Zuversicht.

Die schöpferische Kraft

Der Körper ist kein Kriegsgebiet oder Feindesland. Es gibt keinen Kampf zu gewinnen oder zu verlieren und es gibt kein Übel das ausgemerzt werden muss oder etwas das man weghaben will. Krankheit und Körpersymptome sind die Art und Weise, wie unser Körper mit uns kommuniziert. Wie hilfreich wäre es, wenn wir unseren Blickwinkel verändern würden und in einer Krankheit oder einem Körpersymptom einen Weckruf sähen, der gehört und Ernstgenommen werden und möglicherweise unserem Leben eine andere Richtung geben will? Nach A. Mindell ist Krankheit nicht nur eine Störung, sondern auch Ausdruck einer schöpferischen Kraft, die sich symbolisch im Symptom äussert.

Fragen zum Weiterdenken

  • Wenn Sie auf vergangene Krankheiten oder Verletzungen zurückschauen, gab es da jeweils einen Zusammenhang zwischen Ihrem körperlichen Zustand und Ihrer geistigen, emotionalen Gesundheit?
  • Haben Sie danach die Balance wieder gefunden und wie haben Sie das geschafft?
  • Wie können Sie heute, egal wie Ihr körperlicher Zustand sein mag, das Leben feiern?
  • Welchen Aktivitäten, die Ihnen Freude machen und Ihnen guttun, könnten Sie sich heute widmen?

Lust auf eine kleine Forschungsreise?

  • Wähle ein aktuelles Symptom, das du jetzt wahrnehmen kannst – sitze still und fühle tief hinein. Was nimmst du wahr?
  • Bleibe bei deinen Körperempfindungen und finde eine Körperhaltung, die dir ermöglicht, noch intensiver zu empfinden? Was nimmst du jetzt wahr?
  • Drücke nun mit einer oder beiden Händen aus, was du als Symptom empfindest.
  • Was würdest du tun, wenn dein Körpersymptom bestimmen könnte, was du tun solltest?
  • Wie würde sich dies auf dein Leben auswirken, wenn du das, was du erkannt hast, mehr in dein Leben einbringen und tun würdest?

 

Mit der Zeit, nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.

(Marc Aurel)
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Rang, Macht und Privilegien beeinflussen unsere Beziehungen

Haben Sie sich auch schon gewundert, warum Sie sich manchmal in einem Gespräch minderwertig fühlen? In einem anderen Gespräch dagegen fühlen Sie sich grösser als Sie sich selber sehen? Ein Indiz dafür können Rangunterschiede sein.

Wenn sich zwei Menschen begegnen, treffen unterschiedliche Welten aufeinander. Oft versuchen wir die Verschiedenheit unserer Wahrnehmung der Welt klein zu halten, um die „Harmonie“ in Beziehungen nicht zu gefährden. Die Verschiedenheit unserer Erfahrungen und Wahrnehmungen der Welt lassen eine Rangstruktur durchscheinen, die jede Beziehung beeinflusst.

Rang existiert auf verschiedenen Ebenen und wird durch Signale eingebracht z.B. durch Haltung, Ton, Lautstärke, Kleider, Sprache, Gestik, Mimik usw. Den eigenen Rang kann man nicht verstecken. Drückt man den eigenen Rang nicht kongruent aus, wird er in sogenannten Doppelsignalen sicht- und wahrnehmbar.


Rangkategorien nach Arnold Mindell

Sozio-ökonomischer Rang: Geerbt oder erworben >  Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Gesellschaftsschicht, Finanzkraft, Körperkraft, – grösse, Gesundheit, Bildung, Kompetenz, Religion, Familienstand, sexuelle Orientierung, Alter, Rationalität oder Emotionalität, Lautstärke der Stimme

Kontextueller und struktureller Rang: Innerhalb einer Organisation oder eines Arbeitsplatzes, Hierarchie, Grösse des Büros, wie und wo der Arbeitsplatz angeordnet ist, Entschädigungen, Geschäftsauto, kulturelle Normen innerhalb Organisation etc.  Wie lange bin ich dabei? Wie beliebt bin ich? Wie vernetzt?

Psychologischer / spiritueller Rang: Lebenserfahrung, bewältigen von schwierigen Lebenssituationen, wie ausgeglichen, balanciert bin ich, wie gut kann ich mich ausdrücken, einfühlen in andere, anders Denkende oder Handelnde? Wie verhalte ich mich in Stresssituationen, oder in Konflikten? Fühle ich mich von etwas Grösserem getragen, mit einer grösseren Kraft / der Natur verbunden?

Rang und Privilegien

Mit jedem Rang sind Privilegien verbunden. Wer in stabilen finanziellen Verhältnissen lebt (sozio-ökonomischer Rang) hat das Privileg, in einem Restaurant zu essen, wenn er Hunger hat. Eine Führungsperson in einem Unternehmen hat das Privileg, den Vorschlag eines Mitarbeiters abzulehnen, wenn er ihm nicht gefällt (struktureller Rang). Jemand der viel an sich gearbeitet hat, kann in einer schwierigen Beziehungssituation das Gespräch vorschlagen und dabei  sich selbst und auch sein Gegenüber unterstützen (psychologischer Rang).

Tiefer Rang – hoher Rang

Wir alle können relativ rasch Eigenschaften oder Besitztümer aufzählen, die uns fehlen und die wir anstreben oder gerne hätten. Wir wissen genau in welchen Feldern uns Rang fehlt, wo wir dauernd kämpfen und uns rechtfertigen müssen. Im Gegenzug haben wir wenig Bewusstsein über unseren eigenen Rang und unsere Privilegien. Diese Unbewusstheit führt zu vielen Missverständnissen und zu Verletzungen.

Ein Beispiel: Wenn Sie in der Führung eines Mitarbeiters einfach nicht weiter kommen und all Ihre Versuche, die anstehenden Schwierigkeiten zu überwinden, an einer stoischen Passivität scheitern, fühlen Sie sich in diesem Prozess im Vergleich zu Ihrem Gegenüber klein oder in einem tieferen Rang; es gelingt Ihnen nicht, Ihren Mitarbeiter zu mobilisieren. Sie fühlen sich als Opfer in der Situation.

Rang und Konflikt

Etwas genauer betrachtet, könnte diese Situation für beide Seiten deckungsgleich sein: «Ich befinde mich im Kampf mit einem übermächtigen Gegenüber, das sich nicht bewegen lässt oder mich nicht versteht.» Beide Seiten erfahren sich als Opfer und werden immer hoffnungsloser. Das ist eine typische Konfliktsituation, wie sie sich auf der Welt überall beobachten lässt. Sie ist eine der Grundbedingungen für Eskalation in Konflikten: Je schwächer und machtloser sich die beiden Konfliktparteien fühlen, umso erbarmungsloser wird der „Krieg“ geführt.

Solange keine Seite den Zugang zur eigenen Kraft findet und damit Verantwortung für den eigenen Rang übernimmt, kommt es zu keiner Deeskalation. Beide Opfer verteidigen sich gegen die dominante und ignorante Kraft auf der anderen Seite. Damit sich diese Dynamik umdrehen lässt und sich Konflikte lösen lassen, muss mindestens eine Seite über ihren eigenen Schatten springen und sich damit identifizieren, „stark“ zu sein und sich mit dem eigenen hohen Rang identifizieren.

Ein Schlüssel: Rang-bewusst

Der Schlüssel zu einem Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit tragfähigen Beziehungen liegt unter anderem darin, dass alle Beteiligten mehr über die Beschaffenheit und Wirkung ihres eigenen Rangs verstehen und sich diese Kraft zugänglich machen. Wenn ich meinen Rang nicht annehme, verliere ich an Kraft und Authentizität.

Beispiel: Der frisch eingesetzte 32-jährige Ausbildungsleiter will mit allen Lernenden regelmässig ein Gespräch führen. Er lädt sie in sein Büro ein und das Gespräch sollte ohne Agenda einen eher informellen Charakter haben. Der Gedanke des Ausbildungsleiters: sie sind ja nicht viel jünger als ich und ich habe vor Jahren auch hier meine Lehre absolviert. Im Gespräch verhielten sich die Lernenden freundlich, zurückhaltend und äusserten sich wenig spontan.

Was ist passiert? Der Ausbildungsleiter ist sich der Gesprächssituation und der Rollen wenig bewusst. Kraft seiner Funktion erteilt er den Lernenden Anweisungen, kontrolliert Aufgaben und Lehrzeugnisse, nimmt Beurteilungen der Lernenden vor, empfiehlt sie für Weiteranstellung nach der Lehre usw. Viele Faktoren, welche das Weiterkommen der Lernenden im Unternehmen beeinflussen.
In diesem Kontext ist es ein Irrtum anzunehmen, dass sich die abhängigen Lernenden offen und unbefangen verhalten würden. Auch wenn hinter dem Treffen gute Absichten stecken.  Werden diese Treffen in derselben Art fortgeführt und  die Rangunterschiede weder benannt noch berücksichtigt, kann dies dazu führen, dass die Rangniederen Widerstand (z.B. störendes Verhalten, Aggressivität) entwickeln, weil sie immer wieder in diese „Zwangslage“ gebracht werden.

Arnold Mindell sagt dazu: „Rang ist wie eine Droge, je mehr ich davon habe, umso weniger ist mir bewusst, wie ich andere damit negativ beeinflusse. Es geht nicht darum, Rang zu überwinden, sondern ihn wahrzunehmen und konstruktiv zu nutzen.” oder anders gesagt: „Rang unbewusst nutzen ist wie Gift, Rang bewusst nutzen ist wie Medizin für eine Beziehung.“

Schritte zu Rangbewusstsein

Sie können damit beginnen, eine Bestandesaufnahme Ihres eigenen Rangs zu erstellen und schauen, wie Ihr jeweiliger Rang Ihr Verhalten und die Reaktionen auf andere beeinflusst. Wenn dies auch von anderen im Team oder der Organisation an die Hand genommen, darüber gesprochen und geteilt wird, kann es die Interaktionen und das Verhalten in einer Organisation verändern.

Der Zweck der nachfolgenden Aufgabe ist es, rangbewusst zu werden um den eigenen Rang sorgfältig nutzen zu können. Den ersten Schritt der Aufgabe dient zur eigenen Auseinandersetzung mit Rang. Gleichzeitig kann dieser Schritt auch mit dem eigenen Team oder einer Gruppe, von der Sie Teil sind, angewendet werden.

Schritt 1

Mit welchem Rang identifizierst du dich? Versuche so konkret und genau die Situationen zu betrachten in denen du

  • Sozio-ökonomischer Rang
  • Kontextueller, struktureller Rang
  • Psychologisch, spiritueller Rang 

hast. Notiere die Antworten und denk darüber nach, wie diese Ränge dich fühlen und/oder handeln lassen. Notiere auch dies.

Schritt 2

Teile mit einer anderen Person deine Einsichten und Notizen, welche diese Aufgabe ebenfalls gelöst hat. Beginnt damit, indem ihr eure hohen Ränge feiert. D.h. auch den hohen Rang annehmen.

Erinnere dich, dass Rang einfach ist und beim bewussten Besetzen dieses Rangs, sich Menschen mit tieferem Rang durch deine Bewusstheit und Sorgfalt im Umgang mit deinem hohen Rang weniger negativ betroffen (herabgesetzt, minderwertig, an den Rand gestellt) fühlen. Den hohen Rang nicht annehmen, irritiert bei der Gegenseite.

In der Gruppe können anschliessend ein gegenseitiges Feedback und eine Diskussion stattfinden. Weiter kann gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie Rang die Beziehungen in der Gruppe beeinflusst.

Rang konstruktiv genutzt, ist Medizin für jede Beziehung!

(Reini Hauser)